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Tierzuchtrecht

Tierzuchtrecht

Die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der Nutztierrassenvielfalt wird im europĂ€ischen und nationalen Tierzuchtrecht geregelt. Das Tierzuchtgesetz hat das Ziel, die Tierzucht fĂŒr die Arten Pferd, Esel, Rind, BĂŒffel, Schaf, Ziege und Schwein:

„auch durch Bereitstellung öffentlicher Mittel, so zu fördern, dass

  1. die LeistungsfĂ€higkeit der Tiere unter BerĂŒcksichtigung der Tiergesundheit erhalten und verbessert wird,
  2. die Wirtschaftlichkeit, insbesondere die WettbewerbsfÀhigkeit, der tierischen Erzeugung verbessert wird,
  3. die von den Tieren gewonnenen Erzeugnisse den an sie gestellten qualitativen Anforderungen entsprechen und
  4. eine genetische Vielfalt erhalten wird.“

    Im Kern des Tierzuchtrechts ist geregelt, dass fĂŒr Nutztierrassen Zuchtprogramme von ZĂŒchtervereinigungen entwickelt und umgesetzt werden. Das Tierzuchtgesetz regelt auch, welche Nutztierrassen als einheimisch gelten.

    Das Tierzuchtrecht enthĂ€lt darĂŒber hinaus Verpflichtungen zur Veröffentlichung bestimmter Informationen. Diese Informationen werden vom IBV auf der Website TGRDEU bereitgestellt.

    FĂŒr andere Tierarten, wie GeflĂŒgel und Kaninchen, gilt das Tierzuchtrecht nicht.

    Neben dem Tierzuchtrecht wird die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der Nutztierrassenvielfalt auch vom VeterinĂ€rrecht, von gemeinschaftlichen Marktordnungen sowie von Förder- und Beihilfevorschriften beeinflusst. DarĂŒber hinaus sind auch andere Gebiete der Agrar- und Handelspolitik, die Forschungspolitik und Entwicklungszusammenarbeit sowie auf nationaler Ebene auch die Umwelt- und Naturschutzpolitik relevant.