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Internationales

Biologische Vielfalt für eine Welt ohne Hunger

Gezeigt wird ein Marktplatz in Afrika mit Gemüse, Obst und Verkäuferinnen

Quelle: Dr. Bernd Ueberschär

Eine Welt ohne Hunger ist das zweite Ziel der Agenda für Nachhaltige Entwicklung.

  • Wie trägt biologische Vielfalt zur Sicherung der Welternährung und zu gesunder Ernährung bei?
  • Wie steht es um die biologische Vielfalt, die wir für Ernährung und Landwirtschaft weltweit brauchen?
  • Wie lassen sich Regelungen zum Zugang zu genetischen Ressourcen und zur Aufteilung der aus der Nutzung resultierenden Vorteile in den Sektoren Ernährung und Landwirtschaft umsetzen?

Um diese und weitere Fragen geht es bei der 17. Sitzung der FAO-Kommission für genetische Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft, die vom 18. bis zum 22. Februar 2019 in Rom stattfindet.

Auf der Agenda stehen unter anderem

  • der Erste Weltzustandsbericht zur biologischen Vielfalt für Ernährung und Landwirtschaft
  • der Erste Weltzustandsbericht für aquatisch genetische Ressourcen: Status quo und Schlussfolgerungen
  • die Fortschritte bei der Umsetzung der Globalen Aktionspläne bei pflanzen-, tier- und forstgenetischen Ressourcen
  • die Frage, was für die weltweite Erhaltung und nachhaltige Nutzung von Mikroorganismen und Kleintieren, die in Landwirtschaft und Ernährung zum Einsatz kommen, geschehen muss
  • Die Frage, wie Zugang und Vorteilsausgleich bei genetischen Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft gestaltet werden sollte, um den Beitrag biologischer Vielfalt zu Welternährung nicht einzuschränken
  • Digitale Sequenzinformationen über genetische und welche Rolle diese im Kontext der Erhaltung, nachhaltigen Nutzung sowie beim Zugang und Vorteilsausgleich bei genetischen Ressourcen spielen

Weitere Informationen (in englischer Sprache) finden Sie auf der Internetseite der Kommission.

Die FAO-Kommission für genetische Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft

Das zentrale internationale Koordinations- und Verhandlungsgremium für die biologische Vielfalt für Ernährung und Landwirtschaft ist die Kommission für genetische Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft (CGRFA) der Welternährungsorganisation FAO. Im Jahr 1983 für die Koordinierung bei pflanzengenetischen Ressourcen gegründet, ist die Kommission seit 1995 für die genetischen Ressourcen der Nutzpflanzen, Nutztiere, Forstpflanzen, aquatischen genetischen Ressourcen, Mikroorganismen und wirbellosen Tiere zuständig. Wichtige übergreifende Themen sind der Zugang zu genetischen Ressourcen und gerechter Vorteilsausgleich, Biotechnologie zur Erhaltung und Nutzung der genetischen Ressourcen, Monitoring und Indikatoren sowie ökosystemare Ansätze.

In ihrem mehrjährigen Arbeitsprogramm zur biologischen Vielfalt für Ernährung und Landwirtschaft (MYPOW) hat die CGRFA Ziele und Meilensteine festgelegt. Das BMEL beteiligt sich an der Durchführung des MYPOW mit verschiedenen Projekten.

Die 178 Mitgliedsstaaten der CGRFA treffen sich alle 2 Jahre zur Plenumssitzung, um die weltweiten Aktivitäten zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung der Biodiversität und genetischer Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft abzustimmen. Gleichzeitig berät die CGRFA andere FAO-Organe zu diesen Fragen und koordiniert sich mit anderen internationalen Gremien für Biodiversität, wie dem Internationalen Saatgutvertrag und dem Übereinkommen über die Biologische Vielfalt.
Die Kommission hat 4 zwischenstaatliche technische Arbeitsgruppen (Intergovernmental technical working group - ITWG)

  • zu pflanzengenetischen Ressourcen (ITWG-PGR)
  • tiergenetischen Ressourcen (ITWG-AnGR)
  • forstgenetischen Ressourcen (ITWG-FGR)
  • aquatischen genetischen Ressourcen (ITWG-AqGR)

sowie eine

  • Expertengruppe zum Thema Zugang zu genetischen Ressourcen und Vorteilsausgleich (Ad hoc Technical Expert group on Access and Benefit Sharing ABS)

die alternierend zum Plenum alle 2 Jahre zusammenkommen.