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Rahmenbedingungen

Rahmenbedingungen

Die Walderhaltung und damit auch die Erhaltung der forstlichen Genressourcen gehört in Deutschland grundsätzlich zu den Aufgaben der Länder.

Aus ¬ß 1 Bundeswaldgesetz und den entsprechenden Bestimmungen der Landeswaldgesetze ist die gesetzliche Zielvorgabe abzuleiten, den Wald in seiner genetischen Vielfalt zu erhalten, damit dauerhaft seine Leistungen und Funktionen erf√ľllt werden k√∂nnen. Zudem k√∂nnen folgende Regelungen des Bundeswaldgesetzes bez√ľglich der Erhaltung forstlicher Genressourcen herangezogen werden: Erhaltung des Waldes (¬ß 9), Bewirtschaftung des Waldes (¬ß 11), Schutzwald (¬ß 12).

Entsprechende Regelungen existieren auch auf Landesebene.

In verschiedenen Bundesl√§ndern sind die Arbeiten zur Erhaltung forstlicher Genressourcen inzwischen auf dem Erlasswege geregelt und in Programmen wie der forstlichen Rahmenplanung integriert. Dar√ľber hinaus beinhalten die Waldbaurichtlinien der meisten L√§nder wichtige Ma√ünahmen zur Erhaltung forstlicher Genressourcen.

Eine besondere Rolle spielt das Forstvermehrungsgutgesetz (FoVG), das die Zulassung, Erzeugung, das Inverkehrbringen, die Ein- und Ausfuhr und die Identitäts- und Herkunftssicherung von forstlichem Vermehrungsgut regelt. Zweck des Gesetzes ist es, den Wald in seinen vielfältigen positiven Wirkungen durch die Bereitstellung von hochwertigem und identitätsgesichertem forstlichen Vermehrungsgut in seiner genetischen Vielfalt zu erhalten und zu verbessern sowie die Forstwirtschaft in ihrer Leistungsfähigkeit zu fördern (§ 1 FoVG).

Des Weiteren hat das Bundesnaturschutzgesetz eine gewisse Bedeutung. Hinweise zur Erhaltung der biologischen Vielfalt und damit auch der genetischen Vielfalt ergeben sich aus den Zielen des Bundesnaturschutzgesetzes. Die Tier- und Pflanzenwelt, die Leistungsf√§higkeit des Naturhaushaltes sowie die Nutzungsf√§higkeit der Naturg√ľter sollen als Lebensgrundlagen des Menschen gesichert werden. Die im Bundesnaturschutzgesetz und den entsprechenden Landesnaturschutzgesetzen vorgesehenen Ma√ünahmen erfassen nur teilweise die zur Erhaltung der Baum- und Straucharten notwendige genetische Vielfalt. Sie k√∂nnen allerdings in bestimmten F√§llen die Ma√ünahmen zur Erhaltung forstlicher Genressourcen erg√§nzen.

Nationales Fachprogramm

Das Konzept zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung forstlicher Genressourcen in der Bundesrepublik Deutschland wurde von der Bund-L√§nder-Arbeitsgruppe "Forstliche Genressourcen und Forstsaatgutrecht" (BLAG-FGR) erarbeitet und erstmals 1987 ver√∂ffentlicht. Es beschreibt den Gef√§hrdungszustand forstlicher Genressourcen und gibt einen √úberblick √ľber die Ma√ünahmen zur Erhaltung der genetischen Vielfalt von Baum- und Straucharten in Deutschland. In koordinierter Zusammenarbeit werden die entsprechenden Ma√ünahmen durch die BLAG-FGR festgelegt und umgesetzt.