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Fachgremien

GeschÀftsordnung

GeschÀftsordnung

Der Fachbeirat ist das zentrale beratende und koordinierende Gremium im Nationalen Fachprogramm Tiergenetische Ressourcen (NFP TGR) und wurde am 08. Juli 2003 konstituiert.

1. Zielsetzung und Aufgaben

Der Fachbeirat kann zu allen fachlichen Fragen der Erhaltung tiergenetischer Ressourcen Stellung nehmen sowie Empfehlungen fĂŒr wissenschaftliche Gutachten und Stellungnahmen abgeben. Er stimmt sich in allen wesentlichen Fragen mit den Tierzuchtreferenten von Bund und LĂ€ndern ab und wird entsprechend durch Bund und LĂ€nder beteiligt.

Der Fachbeirat unterbreitet VorschlĂ€ge an Bund und LĂ€nder fĂŒr die Einstufung von Rassen in GefĂ€hrdungskategorien aufgrund der Ergebnisse des Bestandsmonitoring sowie fĂŒr Erhaltungsmaßnahmen.

Dem Fachbeirat obliegt es insbesondere Stellungnahmen abzugeben, wenn Maßnahmen nach einer Einstufung von Rassen in die Kategorien BEO oder ERH (Kryokonservierung bei BEO, Erhaltungszuchtprogramme bei ERH) einzuleiten sind.

2. Mitgliedschaft und Vorsitz

Der Fachbeirat wird organisatorisch als Arbeitsgremium der Deutschen Gesellschaft fĂŒr ZĂŒchtungskunde (DGfZ) gefĂŒhrt. Er umfasst maximal 14 Mitglieder, die sowohl Bund und LĂ€nder als auch Tierzuchtorganisationen, private Vereinigungen und Einrichtungen, Nicht-Regierungsorganisationen sowie die Wissenschaft reprĂ€sentieren.

Der Vorsitzende und die Mitglieder des Fachbeirates werden von der DGfZ auf Vorschlag der Tierzuchtreferenten des Bundes und der LĂ€nder fĂŒr einen Zeitraum von zwei Jahren berufen. Wiederholte Berufung ist möglich.

In der Funktion als Zentrale Informations- und Dokumentationsstelle fĂŒr Tiergenetische Ressourcen unterstĂŒtzt das Informations- und Koordinationszentrum fĂŒr Biologische Vielfalt (IBV) der BLE den Fachbeirat in organisatorischer und fachlicher Hinsicht. Ein Vertreter vom IBV nimmt regelmĂ€ĂŸig an den Sitzungen teil und ist stimmberechtigt.

3. Fachbeiratssitzungen

3.1 Teilnahme


An den Sitzungen des Fachbeirates nehmen die Mitglieder und geladene GĂ€ste teil. Eine Nichtteilnahme ist dem Vorsitzenden vorab schriftlich mitzuteilen.

3.2 Einladung

Fachbeiratssitzungen finden mindestens zweimal jÀhrlich statt. Die Einladung erfolgt spÀtestens vier Wochen vor der Sitzung schriftlich durch den Vorsitzenden des Fachbeirates.

3.3 Tagesordnung

Ein Entwurf einer Tagesordnung fĂŒr die jeweils folgende Sitzung soll am Ende jeder Sitzung festgelegt werden. Die endgĂŒltige Bekanntgabe der Tagesordnung erfolgt mit der Einladung. AntrĂ€ge zur Tagesordnung in Punkten, zu denen der Fachbeirat auf der nĂ€chsten Sitzung BeschlĂŒssen fassen oder Stellung nehmen soll, sind mindestens vier Wochen vor den Sitzungen beim Vorsitzenden des Fachbeirates schriftlich einzureichen.

Im Falle einer aufgrund des Bestandsmonitoring notwendigen werdenden Änderung der GefĂ€hrdungskategorie einer Rasse muss der Fachbeirat diesem Punkt in der nĂ€chsten anstehenden Fachbeiratssitzung höchste PrioritĂ€t einrĂ€umen und spĂ€testens innerhalb eines halben Jahres seine Stellungnahme abgeben.

3.4 Leitung der Fachbeiratssitzungen

Die Sitzungen werden durch den Vorsitzenden des Fachbeirates geleitet. Kann der Vorsitzende an einer Sitzung nicht teilnehmen, so bestimmt er einen Vertreter.

3.5 ProtokollfĂŒhrung

Die Niederschriften ĂŒber die Sitzungen des Fachbeirates werden vom Vertreter des IBV gefertigt und im Umlaufverfahren mit den Mitgliedern innerhalb von acht Wochen abgestimmt. Die Niederschrift wird danach auch den Tierzuchtreferenten von Bund und LĂ€ndern sowie der GeschĂ€ftstelle der DGfZ zur Kenntnis ĂŒbersandt.

3.6 Beschlussfassung

Der Fachbeirat fasst BeschlĂŒsse zu seinen Empfehlungen und Stellungnahmen. Beschlussfassungen bedĂŒrfen einer Zweidrittelmehrheit. Auf Sitzungen muss dazu mindestens die HĂ€lfte der Mitglieder anwesend sein. BeschlĂŒsse können auch im Umlaufverfahren gefasst werden.

BeschlĂŒsse des Fachbeirates, die als Stellungnahmen der Deutschen Gesellschaft fĂŒr ZĂŒchtungskunde veröffentlicht werden sollen, werden der DGfZ zur BestĂ€tigung vorgeschlagen.

3.7 Kosten

FĂŒr Fachbeiratsmitglieder und als GĂ€ste geladene externe Experten können Reisekosten aus dem Haushalt der DGfZ nach Bundesreisekostengesetz rĂŒckerstattet werden. Der Vorsitzende stimmt den Finanzbedarf rechtzeitig mit der DGfZ ab.

4. Arbeitsgruppen

FĂŒr die Bearbeitung spezieller Fragestellungen kann der Fachbeirat Arbeitsgruppen berufen. BeitrĂ€ge und VorschlĂ€ge dieser Gruppen sind mindestens sechs Wochen vor der nĂ€chsten Sitzung den Mitgliedern des Fachbeirates schriftlich vorzulegen.

5. Schriftform

Die schriftliche Kommunikation der Mitglieder untereinander erfolgt grundsÀtzlich elektronisch.

6. Änderungen der GeschĂ€ftsordnung

Zu einer Änderung der GeschĂ€ftsordnung ist eine Mehrheit von drei Viertel der anwesenden Mitglieder bei Vorliegen der BeschlussfĂ€higkeit erforderlich. Änderungen der GeschĂ€ftsordnung bedĂŒrfen einer BestĂ€tigung durch die DGfZ.

 
Beschlossen und bestÀtigt auf der Sitzung des Fachbeirates vom 02./03.05.2016.


Prof. Dr. Horst Brandt - Vorsitzender des Fachbeirates
Dr. Otto-Werner Marquardt - PrÀsident der DGfZ