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04.02.2020Ausbau der Förderung gefährdeter Nutztierrassen in Sachsen

Die Zucht des Leicoma Schweins sowie der Bunten und Weißen Deutsche Edelziege kann fortan auch in Sachsen gefördert werden. Förderfähig sind in Zuchtbüchern tierzuchtrechtlich anerkannter Zuchtverbände eingetragenen Zuchttiere.

Quelle: SZV Baden-Württemberg

Dem Leicoma Schwein werden Vorzüge bei der Robustheit, bei der Mütterlichkeit, bei der Fleischqualität und bei der Mastleistung nachgesagt. Aus diesen Gründen war es Ende der 1980iger Jahre in Ostdeutschland weit verbreitet. Anfang der 1990iger Jahre führten der drastische Strukturwandel in der Landwirtschaft der Neuen Bundesländer sowie die Verdrängung durch hochfruchtbare Hybridsauen beinahe zum Aussterben des Leicoma Schweins. Inzwischen gibt es wieder mehrere Leicoma-Zuchtbetriebe, die sich für die Erhaltung dieser Schweinerasse engagieren. Potenzial für diese Rasse wird vor allem aufgrund ihrer Robustheit insbesondere im Ökolandbau gesehen. In Sachsen wird bereits seit längerem auch das Deutsche Sattelschwein gefördert. Diese Schweinerasse unterscheidet sich durch eine höhere Fettauflage und ein langsameres Wachstum vom Leicoma.

Ziegenmilcherzeugnisse bilden trotz namhafter Spezialitäten wie dem Altenburger Ziegenkäse (g. U.) nach wie vor eine Nische. Der Altenburger Ziegenkäse kann nur in der Region um Altenburg im thüringisch-sächsischen Grenzgebiet hergestellt werden, wofür es selbstverständlich wirtschaftlicher Ziegenzuchtbetriebe bedarf. Die Bunte und die Weiße Deutsche Edelziege haben eine hohe Milchleistung, sie sind aber aufgrund der geringen wirtschaftlichen Bedeutung von Ziegenmilch in Deutschland im Bestand bedroht. Für die Thüringer Wald Ziege wird in Sachsen schon seit längerem eine Förderung angeboten.

Interessierte Züchterinnen und Züchter in Sachsen können sich beim Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (Telefon: 0351/8928-3301) zu den Förderbedingungen und dem Antragsverfahren informieren.

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