Fördermaßnahmen für pflanzengenetische Ressourcen

Hügellandschaft mit Wiesen und Feldern
Strukturreiche Kulturlandschaft, © BLE

Im nationalen Rahmen hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) 2005 ein Programm zur Förderung von Modell- und Demonstrationsvorhaben im Bereich der Erhaltung und innovativen nachhaltigen Nutzung der Agrobiodiversität eingerichtet und fördert zudem die Durchführung von Erhebungen und Bestandsaufnahmen der Biodiversität durch speziell hierfür jährlich vorgesehene Haushaltsmittel. Darüber hinaus bietet das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und anderer Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) seit 2011 auch die Möglichkeit einer Förderung von pflanzengenetischen Ressourcen.

Des Weiteren gibt es Sonderprogramme zur Förderung von Forschungs-, Entwicklungs- und Demonstrationsvorhaben in den Bereichen nachwachsende Rohstoffe (Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe, FNR) und ökologischer Landbau sowie ein neues Programm für Innovationsförderung in der Landwirtschaft (2006), das unter anderem die nachhaltige Nutzung von pflanzengenetischen Ressourcen in der Pflanzenzüchtung oder pflanzlichen Erzeugung unterstützt.

Eine Förderung des Anbaus von pflanzengenetischen Ressourcen durch spezielle Programme der Bundesländer erfolgt derzeit nur durch Brandenburg im Rahmen seines Kulturlandschaftsprogramms (KULAP).

Zusätzlich besteht künftig durch die Einführung des neuen Fördertatbestands für genetische Ressourcen im Rahmenplan der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" (GAK) für den Zeitraum 2009 bis 2012 für die Bundesländer die Möglichkeit, den Anbau pflanzengenetischer Ressourcen auch mit einer Kofinanzierung des Bundes zu fördern.