Aquatische Genetische Ressourcen

Verschiedene Fische und Meerestiere
Hol aus der Nordsee © BLE

Meeres- und Süßwasserfische, aber auch Krebse, Muscheln und andere Meeresfrüchte gehören weltweit zu den wichtigsten Proteinlieferanten der menschlichen Ernährung. Gleichzeitig sind sie als Grundlage der Fischwirtschaft von erheblicher sozioökonomischer Tragweite. Insbesondere in den Entwicklungsländern sichern die lokale Fischerei und die angegliederten Produktionszweige breiten Teilen der Küstenbevölkerung ihr Einkommen.

Die deutsche Seefischerei (Küsten- und Hochseefischerei), die in die Gemeinsame Fischereipolitik der EU eingebunden ist, verfügt über circa 5 % (2009) der Fangmenge quotierter Arten innerhalb der EU.

Die Binnenfischerei nutzt sowohl Wildbestände der Seen, Talsperren und Flüsse als auch züchterisch beeinflusste Fischarten in der Aquakultur. Während die Seen- und Flussfischerei in Deutschland im letzten Jahrhundert stark abgenommen hat, gewinnt die Angelfischerei, mit heute mehr als 1,6 Millionen Anglern, auch ökonomisch zunehmend an Bedeutung.

Der weitaus größte Anteil des Fischereiaufkommens in der Binnenfischerei stammt heute nicht mehr aus dem Fischfang in natürlichen Gewässern, sondern aus der Aquakultur. Hierunter versteht man die kontrollierte Aufzucht von Fischen, Muscheln, Krebsen und anderen aquatischen Organismen.