Mikroorganismen und Invertebraten

Heuschrecke
Heuschrecke, © BLE

Mikroorganismen und Invertebraten sind in dem Übereinkommen über die biologische Vielfalt (Convention on Biologic Diversity, CBD) als Teil der Biodiversität anerkannt und in diesem Rahmen zu schützen, zu erhalten und nachhaltig zu nutzen. Diese Verpflichtung betrifft die genetische Vielfalt innerhalb und zwischen den Arten, sowie die Vielfalt der Ökosysteme.

Unter dem Begriff „Mikroorganismen“ werden hier Pilze (zum Beispiel Mykorrhizen, Speisepilze), Hefen, Protozoen, Bakterien, Archaebakterien und Viren inclusive Mykoplasmen zusammengefasst. Als „Invertebraten“ bezeichnet man alle Tiere ohne eine Wirbelsäule (Wirbellose). Zu dieser niederen Organismengruppe gehören beispielsweise Regenwürmer, Nematoden und Insekten, die wertvolle Funktionen in Agrar-Ökosystemen erfüllen.

Die verbesserten Möglichkeiten der Erfassung der genetischen Ressourcen helfen dabei, relevante Arten wie auch die innerartliche Variation und ihre ökologischen Funktionen zu bestimmen, zu evaluieren und zu dokumentieren. Für eine Erfassung wäre die Neu- oder Weiterentwicklung von Datenbanken und einheitlicher Standards zur Dokumentation von Mikroorganismen und Invertebraten notwendig.

Ein nationales Fachprogramm mit Maßnahmen zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung von Mikroorganismen und Invertebraten könnte folgenden Bereiche landwirtschaftlichen Handelns umfassen, in denen die nachhaltige Nutzung von Mikroorganismen und Invertebraten eine fundamentale Rolle spielen (Aufzählung indikativ):

  • Gesunderhaltung von Pflanzen
  • Pflanzenzüchtung
  • Nachwachsende Rohstoffe
  • Bestäuber
  • Tiergesundheit
  • Tierernährung
  • Menschliche Ernährung
  • Boden