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In-situ-Erhaltung

Patellifolia patellaris - Verwandte der Zuckerrübe
Quelle: JKI - Lothar Frese

Mehr als 2.800 der etwa 3.500 Arten unserer heimischen Flora sind verwandte Wildarten unserer Kulturpflanzen oder potenziell nutzbar für Ernährung und Landwirtschaft. Viele dieser „Wildpflanzen für Ernährung und Landwirtschaft (WEL)“ sind nicht nur Bestandteile unserer Ökosysteme, sondern auch eine bedeutende Ressource für die Pflanzenzüchtung. Pflanzenzüchter nutzen Erbeigenschaften dieser Wildarten zur Entwicklung besserer Kultursorten.

Die natürlichen Bestände dieser Wildarten sind zunehmend durch den Klimawandel und andere Ursachen gefährdet. Die Erhaltung der Wildarten erfolgt am besten, wenn lebensfähige Populationen an ihren natürlichen Standorten, das heißt in-situ, erhalten bzw. wiederherstellt werden. Dann haben sie die Möglichkeit, sich auch weiterhin an wechselnde Umweltbedingungen anzupassen. Die in-situ-Erhaltung wird durch naturschutzfachliche Maßnahmen gewährleistet. Eine zusätzliche Erhaltung erfolgt in Genbanken (ex-situ). Eine Liste prioritärer WEL Arten dient als Grundlage einer Schwerpunktsetzung von Erhaltungsmaßnahmen. 

Die In-situ-Erhaltung an natürlichen Standorten ermöglicht die kontinuierliche Anpassung an sich verändernde Umweltbedingungen und somit die Erhaltung ihrer genetischen Vielfalt, um auch in Zukunft als Ressource für die Pflanzenzüchtung zu dienen.